Start Achtsamkeit Das Problem meines zukünftigen Ichs

Das Problem meines zukünftigen Ichs

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Das Problem meines zukünftigen Ichs

Letztens kam es zu folgender Anekdote: Eine meiner Töchter hatte sich mit einer Freundin verabredet. Übernachtungsparty. Schöne Sache. Meine Frau fuhr sie mit dem Auto hin. Dabei fragte sie, wie denn die Rückkunft am nächsten Tag geplant sei. Meine Tochter: „Das ist ein Problem meines zukünftigen Ichs.“

Sicher: Das war bestimmt nicht ganz ernst gemeint. Eher eine Antwort, um die Diskussion mit der „nervigen“ Mutter zu beenden.

Und doch: Wie schlau ist das bitte!

Wie oft machen wir uns Sorgen, obwohl das Problem oder die Herausforderung noch gar nicht anstehen? Dass etwas auf einen zukommt, sollte nicht davon abhalten, im Moment zu sein. Ihn auszukosten und zu genießen.

Man kann seinem zukünftigen Ich durchaus zutrauen, dass es mit den Herausforderungen, die sich ihm stellen, klarkommt. Das ist praktisch eine neue Form von Selbstbewusstsein. Ich kenne mich heute und weiß, wie ich auf der Grundlage meiner Erfahrungen Entscheidungen treffe. Und ich kann darauf Vertrauen, dass mein zukünftiges Ich auch eine Lösung finden wird. Das entlastet mich im heute und öffnet den Blick für den jetzigen Moment.

Wenn dieses Wissen im Bewusstsein meiner Tochter bereits gesät und sogar schon verwurzelt ist, muss ich mir um sie keine Sorgen machen. Man darf auch mal von seinen Kindern lernen.

In diesem Sinne: Bleib achtsam!

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