StartAchtsamkeitEin guter Vorsatz

Ein guter Vorsatz

Eigentlich habe ich es nicht so sehr mit guten Vorsätzen fürs neue Jahr. Denn was gäbe es, das schneller verworfen wird? Und überhaupt: Wenn ich etwas verändern möchte, wieso sollte ich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt wie den Jahreswechsel warten?

Und doch habe ich im (inzwischen) vergangenen Jahr einen Satz gelesen, dem ich ab sofort einen weitaus größeren Raum in meinem Leben einräumen will. Er stammt aus dem Buch „Der König der purpurnen Stadt“ von Rebecca Gablé. Der historische Roman beschreibt das Leben und den Aufstieg des Londoner Tuchhändlers Jonah Durham im englischen Mittelalter. Im Gespräch mit dem Sohn des Königs, dem späteren König Edward IV., gab er ihm folgenden Rat:

Wenn Ihr euch davon abhängig macht, was andere denken, legt Ihr euch selbst in Fesseln.“

Dieser Satz trifft für mich und mein Leben den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf. Nach dieser Aussage bin ich derart gefesselt, dass selbst Houdini seine liebe Müh‘ und Not hätte, sich daraus wieder zu befreien. Und das „Beste“: Immer, wenn es mir in den vergangenen Monaten gelungen ist, mich davon freizumachen, was andere wohl erwarten oder denken könnten, ging es deutlich voran. Ohne dass es mir von anderen negativ ausgelegt worden wäre.

Es fällt mir nicht leicht.

Ich bewundere alle, die auf die Meinung anderer pfeifen und ihr Ding durchziehen. Und das will ich mir ab sofort ebenfalls stärker zu Nutze machen. Es kann natürlich eine Stärke sein, sich in andere einzufühlen. Häufig unterschätzt man sein Gegenüber allerdings, wenn man sich selbst aus falscher Rücksichtnahme und eigenen Bedenken in Fesseln legt.

Also dann – falls du ähnlich gestrickt bist wie ich – lass uns die Fesseln sprengen!

Auf ein erfolgreiches, glückliches und achtsames Jahr 2024.

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